Fit in 4 Wochen / Making-Of

Tutorial: Sportfotografie + Montage der Fotos in Photoshop

Hallo,

heute ein kleiner Beitrag zum Thema Sportfotografie. Ich werde alle Schritte zeigen; von der Konzeption bis zum fertigen Bild. Zur besseren Übersicht wird das Tutorial in einen Foto- und in einen Photoshopteil gesplittet. Hier das finale Foto:

Das Bild ist eine Auftragsarbeit und erscheint in der nächsten „Aktiv laufen“ Anfang Dezember. Titel des Artikels lautet: Fit in 4 Wochen

Der Auftrag  lautete diesen Titel in einem Foto darzustellen. Wie macht man das? Relativ schnell beschloss ich die Bilder  nachträglich in Photoshop als Montage zusammenzusetzen. Nächste Fragestellung war: Wie verändert sich ein Mensch in diesen 4 Wochen? Zunächst kam mir die Idee ein Foto zu erstellen, dass an ein Evolutionsbild angelehnt ist, also an die Entwicklung des Affen zu einem Menschen. Hier sollte allerdings die Entwicklung eines Läufers in vier Schritten abgebildet werden. Wie sich der Läufer also in vier Wochen bezüglich der Kleidung, der Lauftechnik und der Dynamik entwickelt.

Beim ersten Motiv kamen also die Hausjogginghosen und die Schlabber T-Shirts zum Einsatz. Beim zweiten Bild sind dann wenigstens schon Laufschuhe zu erkennen, welche dann beim dritten Motiv durch moderne Laufschuhe aus der aktuellen Serie von Mizuno ersetzt werden. Wie sicherlich auch viele aus eigener Erfahrung wissen, nimmt die Technisierung ab einem gewissen Trainingsgrad überhand. Dieser Umstand spiegelt sich im dritten Bild mit den Iphone Kopfhörern wieder. Die Kopfhörer wurden im vierten Bild wieder entfernt.

Im letzten Bild erkennt man sehr schön, wie sich nicht nur die Kleidung immer mehr verbessert hat, sondern auch der Laufstil. Vom anfänglichen schlappen dahintrotten bis hin zum explodierenden Laufschritt mit Spannung bis in die Zehenspitzen. Zum Glück war Alex (das Modell) früher mal ein sehr guter Sprinter und konnte sowohl die langsamen als auch die schnellen Motive entsprechend ausführen.

Aufbau:

Ganz wichtig bei Montagen: Immer ein Stativ verwenden und so wenig wie möglich am gesamten Setting verändern. Berücksichtigt man das, kann man sich eine menge Arbeit ersparen!

Ein einfacher Hintergrund, wie in diesem Fall eine Betonwand, bietet sich für solche Motive an. Shootinglocation war übrigens in der Nähe vom Berliner Hauptbahnhof. Mehr zum Hintergrund später im Photoshop Part.

Als Lichtsetup kamen 2 Proheads von Profoto zum Einsatz, welche an einen B2R Generator  angeschlossen waren. Der vordere Head inkl. Magnum Reflektor lieferte das Hauptlicht. Den zweite Blitz benötigte ich hauptsächlich, um das Motiv aufzuhellen und den Läufer einzufrieren. Um es sich später einfacher zu machen, wurde die Ausleuchtung so gewählt, dass so wenig Schatten wie möglich auf die Wand im Hintergrund fällt. Schlagschatten vermeiden!

Zur Kameraeinstellung: 1/250sec, mehr geht leider nicht mit einer normalen DSLR

Blende 5,6, ist ein guter Kompromiss zwischen Tiefenschärfe und Blitzleistung. Eine kurze Abbrennzeit wird benötigt um den Läufer „einzufrieren“

Als Objektiv wählte ich eine 35mm Nikon Festbrennweite um mögliche Objektivfehler z.B. Vignettierungen zu verhindern. Nach dem Aufbau ging es dann nur noch darum, den richtigen Moment zu erwischen. Um sich die spätere Montage zu erleichtern musste Alex immer mit dem jeweils nächsten Fuss aufsetzen. Denn nur so kann ein kompletter Bewegungsablauf realistisch dargestellt werden.

Noch ein making-of Foto vom gesamten Lichtsetup:

 

Im nächsten Artikel erkläre ich dann wie ich alle Fotos in Photoshop montiert habe. Der Artikel erscheint gegen Ende der Woche. Also schaut ab und zu auf den Blog.

 

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Herr Schwarz begleitete unseren Ausflug nach Südafrika, wo sich unsere Ärzte um die Zahnhygiene von benachteiligten Kindern und Jugendlichen gekümmert haben. Er bewies stets den Blick für das besondere Detail. Die anschließende Ausstellung in unseren Praxisräumen war ein voller Erfolg.

Petros Prontis
Pressesprecher | www.ku64.de