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14 Sep

Nikon Neuheit D750 DSLR Photokina 2014

Meine Gedanken zur neuen digitalen Spiegelreflexkamera D750 aus dem Hause Nikon

D750_frontZunächst einmal muss ich festhalten, dass sich die Überraschung in Grenzen gehalten hat. Durch Seiten wie nikonrumors oder photorumors ist man in den letzten Jahren immer schon vor einer Produktpräsentation sehr gut informiert und die wirklichen Aha-Erlebnisse bleiben dadurch aus.D750_back Meine Hoffnung ist, dass die neue Nikon D750 näher an der Nikon D810 ist, als an der Nikon D610. Was gefällt mir an der neuen Nikon D750 und was gefällt mir nicht:

PRO:

  • Vollformatsensor mit „nur 24MP“ (mehr brauch ich eigentlich auch nicht)
  • hochwertiger Autofokus wie in der Nikon D4s & Nikon D810 mit 51 Fokuspunkten
  • neuer Gruppenautofokus bei dem mehrere Messpunkte zu einer Gruppe zusammengelegt werden können
  • neuer Monitor auf der Rückseite mit sehr hoher Auflösung
  • 100% Sucher
  • 6,5 Bilder / sec brauche ich relativ selten, aber wenn doch ist es immer besser, mehr als weniger Bilder in der Sekunde schießen zu können
  • Video -FullHD 1080p mit 60 fs/sec
  • unkomprimierte Video 1080p Ausgabe auf einem externen Rekorder
  • Modus:“flat“ bei der Bildausgabe für ein Videosignal, sprich das Motiv wird ohne Veränderung ganz neutral aufgezeichnet, um in der Nachbearbeitung das bestmögliche Resultat zu erhalten
  • Über dem HDMI-Ausgang komplette Signalausgabe inkl. „Zebramodus“; das heißt, es werden die überbelichteten Bereiche im Bild in einem Schwarz/Weißmuster angezeigt
  • Viele freikonfigurierbare Tasten am Gehäuse
  • mehr als 1200 Aufnahmen mit einem Akku
  • USB 3.0 Anschluss (schnelle Übertragung per Tethering in den Rechner möglich)
  • Preis: 2149€ ist wirklich ein faires Angebot für so viele Funktionen
  • Verfügbarkeit Ende September 2014

Neutral:

  • ISO-Bereich von 100 – 12.800 (erweiterbar auf 50 – 51.200) ist heutiger Standart und der Bereich der D810 ist ein wenig umfangreicher
  • integrierte WiFi-Funktion; muss man sehen wie es sich im Alltag verhält mit der Einrichtung und Stabilität; wenn es ähnlich instabil ist wie das Signal von PhaseOne ist es nicht zu gebrauchen und nur ein netter Zeitvertreib
  • 2x Speicherkartenslots sind immer super, da in der Kamera sofort ein Backup der Bilder erzeugt wird, aber warum muss Nikon auf die wenig robusten SD-Karten setzen…das finde ich in der D810 besser gelöst, dort ist einmal ein CF-Schacht und ein SD-Kartenschacht verbaut
  • Blitzsynchronisationzeit verlängert sich ganz leicht auf 1/200sec
  • Einige stört der wegrationalisierte AF-ON Knopf neben dem hinteren Wählrad. Ich arbeite nicht damit, von daher ist mir egal, ob der Knopf vorhanden ist oder nicht
  • Die Anordnung der Knöpfe ist leider nicht so wie bei den anderen professionellen Nikon Kameras, z.B. liegt der Knopf für den Weißabgleich und die Taste für die ISO-Funktion nicht mehr oben auf dem Wählrad, sondern links neben dem Monitor. Es ist nur eine kleine Umgewöhnung aber wenn man zwei Kameras gleichzeitig verwendet z.B: eine D4 und eine D750 ist das schon nervig und kostet Zeit
  • Leider kein sRAW wie in der D810 um Fotos beispielsweise nur in 8MP aufzunehmen, was für die meisten Anwendungen ausreichen würd
  • eingebauter kleiner Blitz

Negativ:

  • Klappdisplay finde ich völlig überflüssig und habe ich noch nie vermisst bei einem Shooting. Außerdem besteht die Gefahr das Display dadurch im Arbeitsalltag abzureißen.
  • Nur 1/4000 sec als kürzeste Belichtungszeit möglich…D810 und D4s erlauben bis 1/8000sec (das ist immerhin eine halbe Blende weniger Spielraum bei der Belichtung )
  • Mir kommt die Nikon D750von den Ausamaßen her sehr klein vor. Ich fürchte längeres Arbeiten in Kombination mit einer schweren Linse wie z.B: Nikon 70-200mm 1:2,8G VR II oder Nikon 80-400 mm 1:4,5-5,6G VR wird selbst mit Batteriegriff anstregend, da die Kamera zu frontlastig wird.
  • Warum bei SD-Karten nur der alte Standart von UHS-1 unterstützt wird, der bei ca 100MB/sec schlapp macht. Besser und vorallem zukunftssicherer wäre es gewesen gleich auf den UHS-2 Standart mit wesentlich höhere Übertragungsraten zu setzen. Heutige SD-Karten erreichen mit UHS-2 schon 280MB/sec, z.B. SanDisk SDXC Extreme Pro 64GB (280 MB/sec)

Das Allerwichtigste: „die Bildqualität der Kamera“. Diese kann ich natürlich noch nicht beurteilen, da noch keine unabhängigen Bilder im Netz zu finden sind. Die Produktbilder von Nikon sind wie immer mit Vorsicht zu genießen, wer weiß wieviel da nachbearbeitet wurde. Wobei die Bilder schon ein wenig retuschiert aussehen, zumindest erkennt man in einigen noch die Sensorflecken…da frage ich mich auch wieder was Nikon sich dabei gedacht hat, solche Bilder als Promomaterial auszugeben…

Fazit

Ich hatte leider zu große Hoffnungen bezüglich eines D700 Nachfolgers. Die D750 ist es jedenfalls nicht, leider…Das Gehäuse entspricht eher einem Einsteigermodell, als einer Profikamera. Außerdem sind viele Kleinigkeiten, die mich zögern lassen diese Kamera sofort zu kaufen. Da wäre zunächst die kürzeste Belichtunsgzeit von „nur“ 1/4000sec, das „bescheidene“ Klappdisplay oder die ausschließliche Nutzung von SD-Karten. Das sind alles Punkte, die für mich gegen einen Kauf sprechen. Auf der anderen Seite reichen mir 24MP völlig aus und ich hatte noch keinen Kunden, der bei einem Auftrag mit einer DSLR mehr Megapixel benötigt hat. Aber nun werde ich mir wohl doch die D810 genauer anschauen und deren Kauf erwägen. Es sei denn, die Bildqualität der D750 ist auf dem gleichen Niveau der D810 oder sogar darüber, dann muss ich wohl doch noch einmal darüber nachdenken. Ein paar Nikonpressebilder (für Bilder in hoher Auflösung einfach bei Nikon.de schauen)

12 Sep

Sigma will es wissen – neue Objektive braucht das Land

Sigma präsentiert zwei neue 150 – 600mm f/5 – 6,3 Objektive

Sigma-150-600-objektiv-neuheit-photokina-2014

Sigma stellt heute gleich zwei Objektive mit der identischen Brennweite und den fast gleichen Eigenschaften vor. Beiden gemeinsam ist der enorme Zoombereich von 150mm – 600mm bei einer Anfangsblende von f/5 – 6,3. Eine Linse wird im Sportbereich von Sigma veröffentlicht, die andere im Contemporarybereich. Daraus erschließen sich auch schon die gravierendsten Unterschiede, die Sportlinse hat einen deutlich komplexeren Aufbau und dabei einen besseren Autofokus. Die zweite Linse ist durch den einfacheren Linsenaufbau deutlich leichter und eignet sich eher als Reiseobjektiv. Die Sportvariante soll 2099€ kosten beim zweiten Objektiv gibt es noch keinen offiziellen Preis. Sowohl Canon-, Nikon-, Sigma- als auch Sonyanschluss werden unterstützt.

 

Sigma 18 – 300mm f/3,5 – 6,3 Allround Objektiv für APS-C

Sigma-18-300mm-objektiv-neuvorstellung-photokina

Außerdem zeigt Sigma auch noch ein Superzoomobjektiv mit dem gigantischen Brennweitenbereich von 18 – 300mm. Erhältlich sind diese Objektive bisher nur für Kameras mit kleinem Bildsensor, dort aber äußerst beliebt, da sie für den Fotografen sehr bequem sind. Solche Objektive sind immer ein großer Kompromiss zwischen starkem Weitwinkel und einem extremen Telebereich. Daraus ergeben sich immer starke Nachteile bei der Bildqualität.

Kostenpunkt 599€ und erhältlich für Canon, Nikon, Pentax, Sigma, Sony!

 

Sigma Teleconverter mit 1,4x- und 2x-fache Verlängerung

Teleconverter-Sigma-tc-2001-tc-1401-neuheit

 

Ebenfalls kommen zwei neue Teleconverter für Nikon-, Canon- und Sigmaanschluss. Die Variante mit 1,4-fachen Verlängerung schluckt eine Blende. Der Konverter mit 2x-facher Verlängerung kostet sogar zwei Blenden. Also aus einem Objektiv mit einer Anfangsblende von 4 wird ein Objektiv mit Blende 8, aber verdoppelter Brennweite. Wirklich Sinn machen solche Konverter nur bei lichtstarken Festbrennweiten z.B. einem 300mm f/2,8. Preise konnte ich keine finden.

Alle Neuheiten werden nächste Woche auf der Photokina ausliegen! Weitere detaillierte Informationen findet ihr auf Sigma.com

 

3 Sep

Fotolinks der Woche 35/2014

#1 Link der Woche geht an die Macher von Game of Thrones bzw. an die Special Effects Macher in den USA. Rodeo FX heißt die Firma mit Hauptsitz in Kanada. Letzte Woche wurde ein kleines aber feines Making Off Video veröffentlicht:

 

#2 Der New Yorker Fotograf Mathew Salacause hat neben seinem Beruf noch die Zeit gefunden alte analoge Negative aufzubereiten und als neuen Print zu verkaufen. Die Fotos reichen bis in die 1890er Jahre zurück und gehen bis in die 1990er Jahre. In diesem Interview beschreibt er seine Motivation und die Gedanken hinter dem Projekt.

Negativ von Leonardo di Caprio

#3 Eine wunderschön designte Seite (the great discontent) mit vielen inspirierenden Interviews kreativer Menschen.

the great discontent

 

#4 Der amerikanische Fotoshop B&H hat eine neue Unterseite eröffnet. Alles rund um das Canon Kamerasystem!  Es werden sämtliche Linsen und deren Wirkung bzw. Einsatzzweck vorgestellt. Außerdem gibt es jeweils einen bekannten amerikanischen Fotografen, der seine Lieblingslinse in einem kurzen Interview vorstellt. Eine wirklich sehr detaillierte und aufwendig gestaltete Seite. Gerade für Kameraeinsteiger eine sehr gute Möglichkeit die unterschiedlichen Linsen im Canonsystem kennen zu lernen. B&H photo Canon Kamera guide

 

 

27 Mrz

Video Tutorial Colorchecker Passport von X-Rite & die Bearbeitung in Adobe Lightroom

Heute startet eine neue Rubrik auf meiner Seite. Ab sofort wird es in regelmäßigen Abständen Videos zu den unterschiedlichsten Themen rund um Fotografie & Film geben. Unter anderem werde ich auf folgende Bereiche eingehen: Tests von Kameras & Objektiven, Tutorials / Lernvideos für Adobe Lightroom, praktische Tipps und Erfahrungsberichte aus meinem fotografischen Alltag.

Mein Ziel ist es, hauptsächlich über Gegenstände zu berichten, die ich auch wirklich im Alltag nutze und empfehlen kann. Ich werde sowohl Einsteiger- als auch Profiprodukte testen und miteinander vergleichen, um die jeweiligen Vor- und Nachteile zu zeigen. Bei mir wird es keine „gekauften“ Tests geben. ;)

Falls ihr Ideen für ein Tutorial oder Wünsche für Lernvideos habt, zögert nicht, euch bei mir zu melden oder ein Kommentar zu schreiben.

Starten möchte ich heute mit dem ColorChecker Passport der Firma X-Rite. Über dieses kleine Tool habe ich schon einmal einen Artikel verfasst. Da ich nach wie vor sehr überzeugt bin, ist das der Anlass mit dem Colorchecker meinen YouTube Channel zu eröffnen.

Viel Spass beim Anschauen. Wenn ihr Fragen zur Nutzung des Colorcheckers habt, meldet euch einfach bei mir.

Hier ein paar Beispielfotos um den Einsatzzweck des Colorcheckers noch einmal zu verdeutlichen.

Bei dem Foto auf der linken Seite ist das Adobe Standard Profil eingestellt und bei dem Bild auf der rechten Seite das kalibrierte Colorchecker Profil aktiviert:

vergleichfotos-links_normal_rechts_colorcheckervergleichfotos-links_normal_rechts_colorchecker-03vergleichfotos-links_normal_rechts_colorchecker-02

 

Vielen Dank an alle Beteiligten!

Model: Ann-Kathrin Burmann

Haare & MakeUp: Michaela Möller

Kamera: Max Saurma

Schnitt: Fabio Spitzenberg

2 Mai

Canon-Cash-Back für Gehäuse und Linsen bis 31. Juli 2013

Canon Deutschland hat gestern ein neues Cash-Back-Programm für DSLR Kameras und Objektive veröffentlicht.Canon-Cash-back-2013-Aktion-Deutschland-DSLR-700d

Was ist Cash-Back und was bringt es mir?

Cash-Back kommt aus dem englischen und heißt soviel wie: Geld zurück Aktion. Das bedeutet konkret: Kauft man ab 01. Mai bis zum 31. Juli ein beteiligtes Produkt, erstattet einem Canon zwischen 50€ – 300€ nach dem Kauf zurück!

In der nachfolgenden Tabelle sind alle Produkte und die jeweilige Höhe der Rückzahlung aufgeführt. Als Besonderheit gilt bei der neuen Canon 700d die Cash-Back-Aktion auch noch rückwirkend. Das bedeutet selbst wenn die Kamera vor dem 01.05.2013 gekauft wurde, zahlt Canon den Betrag aus. Ein sehr feiner Zug von Canon, wie ich finde. In den Teilnahmebedingungen steht alles weitere zum Ablauf.

Auf der eigens eingerichteten Canon Cash-Back-Aktionsseite bei Amazon findet ihr alle Produkte aufgelistet.

Produkt Cash-Back-Betrag
EOS 700D Gehäuse 50 €
EOS 700D + EF-S 18-55mm 1:3,5-5,6 IS STM 50 €
EOS 700D + EF-S 18-135mm 1:3,5-5,6 IS STM 50 €
EOS 700D + EF-S 18-55mm 1:3,5-5,6 IS STM + EF-S 55-250mm 1:4-5,6 IS II 50 €
EOS 700D + EF-S 18-135mm 1:3,5-5,6 IS STM + EF 40mm 1:2,8 STM 100 €
EOS 60D Gehäuse 80 €
EOS 60D + EF-S 17-85mm 1:4-5,6 IS USM 80 €
EOS 60D + EF-S 18-55mm 1:3,5-5,6 IS II 80 €
EOS 60D + EF-S 18-135mm 1:3,5-5,6 IS 80 €
EOS 60D + EF-S 18-200mm 1:3,5-5,6 IS 150 €
EOS 60D + EF-S 17-85mm 1:4-5,6 IS USM + EF 70-300mm 1:4-5,6 IS USM 150 €
EOS 60D + EF-S 18-135mm 1:3,5-5,6 IS + EF 40mm 1:2,8 STM 130 €
EOS 7D Gehäuse 100 €
EOS 7D + EF-S 15-85mm 1:3,5-5,6 IS USM 100 €
EOS 7D + EF 17-40mm 1:4L USM 200 €
EOS 7D + EF-S 17-55mm 1:2,8 IS USM 200 €
EOS 7D + EF-S 18-135mm 1:3,5-5,6 IS 100 €
EOS 7D + EF 70-300mm 1:4-5,6 IS USM 170 €
EOS 7D + EF-S 15-85mm 1:3,5-5,6 IS USM + EF 70-300mm 1:4-5,6 IS USM 170 €
Speedlite 430EX II 50 €
Speedlite 600EX-RT 100 €
EF 8-15mm 1:4L Fisheye USM 200 €
EF-S 10-22mm 1:3,5-4,5 USM 100 €
EF 16-35mm 1:2,8L II USM 200 €
EF 17-40mm 1:4L USM 100 €
EF-S 17-55mm 1:2,8 IS USM 100 €
EF-S 18-200mm 1:3,5-5,6 IS 70 €
EF 24-70mm 1:2,8L II USM 300 €
EF 40mm 1:2,8 STM 50 €
EF-S 60mm 1:2,8 Makro USM 70 €
EF 70-200mm 1:2,8L IS II USM 300 €
EF 70-300mm 1:4-5,6 IS USM 70 €
EF 100mm 1:2,8L Makro IS USM 100 €

In diesem Flyer (Achtung die Datei ist ca. 8MB groß) findet man noch viele weitere Informationen zu den einzelnen Produkten.

26 Apr

Phase One IQ260 World Tour 2013 in Hamburg

phase-one-profoto-world-tour-hamburg

Am Wochenende war ich in Hamburg zu Gast bei der Phase One World Tour 2013Lars Franzen ein befreundeter Fotograf aus Hamburg gab mir den Hinweis, dass man sich nach einer kostenlosen Registrierung für das Event anmelden konnte. Ich sah das Ganze als eine Art kostenlose Fortbildung mit der Möglichkeit vor Ort mit geschultem Personal von Profoto und Phase One ins Gespräch zu kommen.

Die Veranstaltung war von 16:00 – 21:00 Uhr terminiert. Als Veranstaltungsort waren die Lichtwerk Studios in Hamburg Altona ausgewählt. Um die Veranstaltung nicht zu trocken und techniklastig zu gestalten, wurden die beiden Fotografen Deniz Saylan und Jörg Kyas eingeladen, die jeweils einen kleinen Vortrag hielten.

Beginn der Veranstaltung

Exakt um 16:30 Uhr der Vortrag von Deniz Saylan los. Anfangs merkte man ihm die Nervosität an und ich befürchtet, dass es sehr lange 45min würden. Doch glücklicherweise verbesserte sich der Vortrag deutlich, als er anfing über seine Bilder und die dazugehörigen Geschichten zu erzählen.

Durch den doch recht kleinen Kreis an Zuhörern – wir waren so ca. 50 Personen – plauderte er immer mehr aus dem Nähkästchen. Obwohl es eine reine Diashow war, war sein Vortrag sehr inspirierend und vor allem motivierend! Auch Fragen aus dem Publikum wurden brav und ehrlich beantwortet. Die Zeit verging dabei wie im Fluge.

Also der erste Vortrag hat sich schon mal gelohnt!

Profotopräsentation

phase-one-profoto-world-tour-2013-hamburg-event-impressionen-2Die anschließende Präsentation von Profoto hatte es schwer, nach so tollen und außergewöhnlichen Bildern des Vorredners. Leider wurde nur mit Hilfe einer einfachen Powerpointpräsentation referiert. Dabei ging es um die Firmengeschichte bis hin zum neuen Profoto B4 Generator. Leider wurde kein einziges Produkt  auf der Bühne vorgestellt…es wurden nur die nackten Zahlen aus den bekannten Werbeprospekten aufgezählt.

Danach gab es ein Catering mit einer wirklich sehr großen Auswahl an leckeren Speisen und Getränken!

phase-one-profoto-world-tour-2013-hamburg-event-impressionen-4In der Pause konnte man sämtliche Produkte aus dem Hause Phase One & Profoto auf Herz und Nieren testen. Neben den neuen Digibacks IQ2 stand vor allem die komplett überarbeitet RAW Konverter Software Capture One in der 7. Version im Fokus. So eine Mittelformatkamera ist Live immer wieder ein Erlebnis!

Auf dieser Übersichtseite wird sehr anschaulich dargestellt, wie sich die einzelnen Digibacks voneinander unterscheiden. Die IQ260 Rückteile, mit wahnsinnigen 60 Megapixel, lagen zum ausprobieren aus. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit fällt einem das immense Gewicht der Kameras fast gar nicht mehr auf. Das anschließende Sichten der Fotos ist natürlich eine schöne Herausforderung für jeden Rechner, denn ein RAW-Bild ist mal eben schnell 80 MB groß!

Phase One IQ260 angeschaut

Die Details, die sich noch in dem Foto finden, sind natürlich enorm und über jeden Zweifel erhaben. Was mich bei den neue IQ2 besonders überrascht hat, ist dass man sie auch noch bei höheren ISO Empfindlichkeiten, jenseits der Basis-ISO von 50 sehr gut verwenden kann. Das Rauschen hält sich bis ISO 800 absolut in Grenzen wie bei einer modernen DSLR. Das war bei früheren Modellen noch ein großes Manko der Megapixelboliden.

Außerdem wurde der rückseitig verbaute Monitor massiv verbessert. Der von vielen Fotografen als „Mäusekino“ verschriene Bildschirm ist nun durchaus in der Lage auch kritischen Betrachtungen standzuhalten. Eine Beurteilung der Fotos fand immer am Rechner statt, in den auch per Firewire oder USB-Kabel geschossen wurde. Der neue TFT soll nun auch eine Bildkontrolle ohne externen Monitor ermöglichen.

Neben den ganzen Neuerungen ist es für mich immer wieder überwältigend die Dynamik des Sensors zu sehen. Das RAW erscheint auf dem Bildschirm am Anfang nicht sonderlich spektakulär von der Auflösung mal abgesehen. Aber die enormen Reserven in den Lichtern und in den Tiefen sind das, was diese Kameras so teuer machen! Der Dynamikumfang liegt mal locker 2-3 Blendenstufen über eine modernen DSLR von Canikon. Egal was DxoMark oder andere Testplattformen behaupten: Wer einmal selbst ein Bild einer Mittelformatkamera bearbeitet hat weiß, wovon ich spreche. Außerdem werden ja nicht umsonst die meisten kommerziellen Großprojekte mit solchen Kameras realisiert. Ob einem diese paar Prozent mehr Dynamik den 10-fachen Preis wert sind ist natürlich eine andere Frage ;)

Sonstige Neuerungen

Die IQ2 Rückteile können jetzt eigenständig einen Wifi-Hotspot erstellen. Was hat das jetzt für einen Vorteil? Die Software Capture Pilot ermöglicht es zusammen mit Capture One die Fotos vom Digiback auf ein iPad zu streamen. Man kann also parallel fotografieren und die Fotos auf dem IPad ansehen und sogar bewerten. Selbst eine 100% Ansicht ist möglich um die Schärfe richtig zu beurteilen (Das Back rendert immer nur den Bereich, der gerade betrachtet wird, so wird die zu übertragene Datenmenge reduziert). Im anschließenden Vorort- Test war das ganze leider noch sehr instabil und noch nicht wirklich ausgereift. Gut, dasd es sich bisher nur um eine Beta Version handelt. Da bleibt noch genügend Zeit um die gröbsten Fehler auszumerzen. Eine Android Version ist bisher nicht erhältlich, soll bald auch erscheinen.

Man kann jetzt bis zu 60min Langzeitbelichtungen mit dem Rückteil fotografieren. Eine neue interne Rauschunterdrückung macht das jetzt möglich. Für Landschaftsfotogafen ist das sicherlich eine willkommene Zugabe. Kürzeste Verschlusszeit ist jetzt 1/10.000 sec. Das ist praktisch, um auch am Tage bei Offenblende zu fotografieren.

Präsentation von Phase One & Capture One

Nach der Pause ging es weiter mit der Präsentation von Phase One & Capture One. Es war schade, dass nur eine reine Zahlen und Powerpointpräsentation folgte…

Hier noch einmal in der Übersicht die Fakten der neuen Rückteile:

  • IQ280 mit 80MP; IQ260 mi 60MP; IQ260 Achromatic (reines S/W Back)
  • Vollformat 645 Sensor (ca 40x54mm); zum Vergleich DSLR Vollformat haben nur 24x36mm Sensoren
  • Dynamikumfang über 13 Blendenstufen bei 16-Bit Farbtiefe
  • Wifi HotSpot Möglichkeit, zur Nutzung des Ipads für die Bildkontrolle ohne Rechner
  • Belichtung von 1/10.000 sec bis 60min bei ISO 35-3200
  • 1/1600 sec Blitzsynchronisation (das wäre für mich der entscheidende Grund für eine PhaseOne Kamera)
  • Profoto-sync mit Batteriegriff
  • stabile Bauweise
  • ab Juni 2013 ab 29.990€ UVP

Liveshooting mit Jörg Kynas

phase-one-profoto-world-tour-2013-hamburg-event-impressionenLeider verschob sich die Veranstaltung immer weiter nach hinten, sodass das Liveshooting Jörg Kynas erst gegen 20:30 beginnen konnte. Auch hier gab es wieder technische Probleme mit der Capture One Software. Es war sehr schade, dass es bei dem Shooting fast nur um dieses neue Feature ging und alles andere ein wenig unterging. Die gemachten Fotos fand ich jetzt in Anbetracht der Tatsache, dass es ein Liveshooting war, gut. Auf Grund des immensen Equipments (2x Profoto B4 inkl. 3 ProHeads & einer Phase One IQ260) als Setting leider ein wenig enttäuschend…Wenigstens wurde nun nach fast 4 Stunden endlich fotografiert! Ich hatte schon befürchtet, dass obwohl es sich um eine Fotoveranstaltung handelte – niemand auf der Bühne fotografieren würde.

Fazit:

phase-one-profoto-world-tour-2013-hamburg-event-impressionen-3Die beiden Fotografen waren die Highlights der Veranstaltung. Leider haben es Phase One und Profoto trotz Materialschlacht nicht wirklich geschafft, mich von ihren Angeboten zu überzeugen. Phase Ones starke Fixierung auf die neue Capture Pilot Software, die leider noch sehr Buggy ist und nicht wirklich zuverlässig funktioniert, war der falsche Weg, um neue Kunden zu akquirieren. Ich fand es auch etwas befremdlich bei einer 30.000€ Kamera als Alleinstellungsmerkmal nur diese Software zu präsentieren.

Allein die extreme Dynamik, die Blitzsynchronisationszeit mit 1/1600sec, das Zusammenspiel mit Profoto Air, das tolle Rauschen bei hohen ISOs sind für mich viel interessanter und im Alltag auch relevanter als Capture Pilot. Profoto war leider auch enttäuschend, da zu wenig Profiequipment vor Ort und der Vortrag zu einfach und zu technisch war. Die Entschuldigung für das fehlende Equipment war, dass am Wochenende drei Fotomessen parallel in Deutschland stattfinden sollten und dort sich das Equipment befindet.

Positiv hervorheben möchte ich allerdings das jeweilige Personal vor Ort, sowohl von Phase One als auch von Profoto. Alle Fragen wurden fachmännisch beantwortet.

In Anbetracht dessen, dass die Veranstaltung nichts gekostet hat, war sie noch ganz interessant. Nächstes Mal sollten die Vortragenden aber für noch mehr Hintergrundinformationen sorgen und mehr fotografieren integrieren.

23 Apr

Peli Case 1510 im Angebot – sehr gute Fototasche

peli-1510-case-fototasche-equipment-location-wasserdichtWarum eine neue Fototasche?

Ich bin schon seit längerem auf der Suche nach einer größeren Fototasche als meine Tamrac 5608 Pro 8Umhängetasche. Ziemlich lange hatte ich den ThinkTank Airport Take Off Fotorucksack favorisiert. Vorteil man kann den Rucksack sowohl klassisch auf der Schulter tragen oder aber einen Griff heraus ziehen und ihn als Trolley nutzen. Mein gesamtes Fotoequipment zusammen mit dem Laptop wiegt doch so einiges und das möchte man nicht über längere Strecken auf dem Rücken tragen.

Ein Fotokollege zeigte mir neulich seine Fototasche: Ein Peli 1510 Case! Ich war sofort begeistert von den vielen Vorteilen des Gehäuses. Hier findet man schon einmal viele Fotos. Taschenfreak Peli 1510

Übersicht der Fakten zum Peli 1510:

  • lebenslange Garantie! Werbespruch: Your break it, we replace it…!
  • wasserdicht bis 1m
  • bruchfest
  • staubdicht
  • zugelassen für Handgepäck im Flugzeug
  • Ausziehgriff um ihn wie einen Trolley zu nutzen
  • integrierte Notebooktasche

Beim Händler peli-fachversand gibt es das Case nun zum Aktionspreis von 298,90€! Normalerweise kostet das Gehäuse über 400€! Da habe ich nicht lange gezögert und den Bestellknopf gedrückt.

Ich wählte die Kombination mit integriertem Notebookhalter im Deckel. Es gibt aber auch schon deutlich günstigere Varianten ohne die Notebooktasche, die aber die gleichen anderen Funktionen aufweisen. Wer schon immer mit einem Peli Case geliebäugelt hat hat nun die Möglichkeit ein richtiges Schnäppchen zu machen. Achja, es gibt nicht nur schwarz als Gehäusefarbe sondern noch drei Andere mehr oder weniger auffällige Farben ;)

Demnächst gibts dann einen kleinen Testbericht zum Peli 1510!

18 Apr

Filter in der Fotografie am Beispiel von HiTech Filtern

Was bewirkt ein Filter?

Ein Filter verändert das einfallende Licht an der Vorderseite des Objektives. Es gibt verschiedene Filterarten. Dieser Artikel behandelt Grauverlaufsfilter, im englischen auch GND-Filter (graduated neutral density filter) genannt.

Die Besonderheit dieser Filter ist, dass sie zu einem Ende hin transparent werden, wohingegen das andere Ende einen dunkelgrauen Verlauf aufzeigt. Es gibt GND-Filter sowohl mit weichem als auch mit hartem Übergang.

Welchen Filter nutze ich und warum?

hitech-filter-gnd-graufilter-reverse-test-erfahrung-landschaft-fotografie-praxis-5

Ich verwende zurzeit ausschließlich Filter der Firma Formatt aus England. Als Grauverlaufsfilter nutze ich dieses Set: Hitech Grauverlaufsfilter soft

Die Besonderheit dieser Filter ist zum einen die Größe (100mm x 125mm) und zum anderen das Material des Filterglases. Die Filter werden nämlich nicht wie sonst üblich in das Objektivgewinde geschraubt. Aufgrund der praktischen Größe kann man die HiTech wunderbar mit der Hand vor das Objektiv halten. Gerade wenn es schnell gehen muss, ist das ein unschätzbarer Vorteil. Bei längeren Belichtungszeiten ist allerdings eine ruhige Hand erforderlich ;)

Die Filter sind eigentlich für die Verwendung mit Mittelformatobjektiven gebaut. Deshalb die Abmessungen – aber nirgendwo steht geschrieben, dass man sie nicht auch bei Kleinbildkameras verwenden kann.

Für ein exaktes Fotografieren kann man die Filter aber auch ganz klassisch in eine Filterhalterung stecken, welche wiederum mit dem Objektiv verschraubt wird.

Wichtig bei allen Filtern – und das ist oftmals auch der Grund für den höheren Preis – ist das verwendete Glas. Simple und günstige Filter z.B. von Hama verwenden oft sehr billiges und nur einfach vergütetes Glas. Dies führt dann zu einem verschlechterten Lichteinfall auf das Objektiv. Jeder zusätzlich vor der Linse montierte Filter verändert den Lichteinfall durch Brechung, Reflexion etc. Je neutraler / hochwertiger das verbaute Glas im Filter ist, desto weniger verändert es die Charakteristik des Lichtes. Auch die Farben werden durch die HiTech Filter kaum verändert.

B+W Filter ist weiterer Filterproduzent aus Deutschland, der ebenfalls sehr hochwertige Produkte anbietet.. Die B+W Filter werden aber alle, soweit mir bekannt, in das Objektivgewinde geschraubt. Die Filter sind aber auch sehr farbneutral und gerade die Graufilter kann ich sehr empfehlen. Dazu aber in einem späteren Blogeintrag mehr.

Wofür verwende ich GND-Filter?

Haupteinsatzzweck  ist natürlich die Landschafts- und Architekturfotografie, um die Helligkeit des Himmels an die des Bodens anzupassen und um Überbelichtung zu verhindern. Es gibt die GND-Filter in zwei verschiedenen Varianten: einmal mit hartem Verlauf und einmal mit weichem Verlauf. Ich selbst bevorzuge die weiche Variante, da mir die Wirkung natürlicher und dezenter erscheint.

In dem Set sind jeweils drei Filter mit drei unterschiedlichen Abdunklungsstufen:

  • ND 0,3 entspricht 1 Blende dunkler
  • ND 0,6 entspricht 2 Blenden dunkler
  • ND 0,9 entspricht 3 Blenden dunkler

Je nach Lichtsituation hat man nun den entsprechenden Filter um seine Belichtung anzupassen. Aufgrund der hohen Verarbeitungsqualität ist es sogar möglich zwei Filter gleichzeitig zu nutzen. Dieser Fall kam bei mir aber bisher erst sehr selten vor, da man dabei Gefahr läuft eine zu übertriebene, unnatürliche Lichtsituation zu erzeugen.

Nun ein paar Bilder der Filter und deren Wirkung:

hitech-filter-gnd-graufilter-reverse-test-erfahrung-landschaft-fotografie-praxis-4

Auf der Herstellerseite gibt es noch jede Menge weitergehende Informationen zum Thema Filter und deren Verwendungsmöglichkeiten.

Wann benutze ich einen Hitech Grauverlaufsfilter soft?

Immer dann, wenn der Kontrast im Motiv zu groß ist – sprich der Himmel deutlich heller als der Boden ist. Also in den meisten Fällen bei der Landschaftsfotografie.

Beispiel:

Einmal ohne jeglichen Filter

hitech-filter-gnd-sunrise-sonnenuntergang-anwendung-how-to

und einmal mit GND-0,9 Filter

hitech-filter-gnd-sunrise-sonnenuntergang-anwendung-how-to-2

 

Der Unterschied ist doch sehr gewaltig. Ich denke alle, die ernsthaft an der Landschaftsfotografie interessiert sind, kommen um so einen Filter nicht herum. Die GND-Filter sind wirklich eines der wenigen Zubehörteile, welche einen großen alltäglichen Nutzen aufweisen.

16 Apr

Adobe Lightroom 5 Beta veröffentlicht

Adobe hat heute Nacht eine neue Betaversion von Lightroom 5 zum kostenlosen Download bereitgestellt. Nach nur knapp einem Jahr eine neue Version zu veröffentlichen ist eigentlich eher ungewöhnlich und sicherlich wird es keine grundlegenden Änderungen geben.

Übersicht der Neuerungen:

  • bessere Performance (wird man sehen, war auch schon bei LR4 groß angekündigt und passiert ist fast nichts, vor allem eine Unterstüzung von mehr als 2 CPU-Kernen wäre sehr wünschenswert)
  • neuer „Healing“Filter (entfernt ungewünschte Objekte, ähnlich wie Content Aware in Photoshop)
  • Upright – bessere Autokorrektur von schiefen Horizonten und stürzenden Linien – sieht in der Vorschau ganz brauchbar aus
  • Radial Gradient – sieht in der Vorschau schonmal ganz gut aus; quasi eine optimierte Vignettefunktion
  • Visualize Spots – geniale Möglichkeit Staubpartikel vom Sensor im Bild schnell zu identifizieren
  • Smart Preview – das klingt sehr genial…angenommen die Fotos befinden sich auf einer externen Festplatte und man möchte trotzdem die Fotos bearbeiten wird das nun möglich. Die Veränderungen werden einfach nachträglich beim erneuten anstecken der Festplatte übernommen
  • HighResolution für Windows – hohe Auflösungen auch für Windows
  • bessere Fotobuchoptionen
  • bessere Ordnung für Filter in Lightroom
  • PNG- Unterstützung – alternatives Format zu jpeg, welches in den nächsten Jahren sicherlich an Bedeutung gewinnen wird, da es verlustfreier komprimiert
  • Verbesserungen im Map-Modul
  • neue Facebookfunktionen
  • und noch vieles mehr!

Was mir noch fehlt:

  • stabileres Tethering (also fotografieren in den Rechner per USB-Kabel)
  • Paralleles betrachten und bewerten auf einem Tablet oder Smartphone, wie es auch Capture One kann
  • Programm beschleunigen durch Reduktion auf das Wesentliche, z.B. das Web- und Diashow-Modul habe ich noch nie benutzt…

Hier kannst du die Beta kostenlos herunterladen (Eine Registrierung ist leider notwendig um die Daten zu laden).

Weitere Infos im Youtube-Channel von Adobe Lightroom.

Fstoppers hat die neuen Funktionen auch sehr schön zusammengefasst.

Die LightroomQueen hat wohl die mit Abstand ausführlichste Aufstellung aller Neuerungen, die ich bisher gesehen habe.

Wichtig:

Ein Import deines alten Kataloges aus Lightroom 4 oder früher ist leider nicht möglich. Das wird erst mit der finalen Version unterstützt. Die Beta soll dazu dienen sich an die neuen Möglichkeiten zu gewöhnen und Fehler zu finden. Also nicht vergessen es ist eine BETA! Ich würde damit auf keine Fotos ohne ein richtiges BackUp bearbeiten. Es kann durchaus zu Problemen und Datenverlust kommen.

8 Apr

Welche Speicherkarte für meine Kamera?

Welche Speicherkarten gibt es und welche taugen etwas?

Teil 01: SD-Karten

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SD ist die Abkürzung für Secure Digital und mittlerweile der weltweite Standard für Speicherkarten in digitalen Kameras. Dies war aber nicht immer so. Vielleicht erinnern sich noch einige an die ersten „bezahlbaren“ digitalen Kompaktkameras und Spiegelreflexkameras, welche damals mit CF-Karten bestückt waren (siehe Teil 02: CF-Karten). Meine Betrachtungen in diesem Artikel beziehen sich hauptsächlich auf meine praktischen Erfahrungen und weniger auf die wissenschaftliche Theorie.

Was bedeutet SDHC oder auch SDXC auf den Karten?

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Es gibt mittlerweile diverse Arten von SD-Karten, welche sich hauptsächlich in der Geschwindigkeit und ihrer Kapazität unterscheiden – trotz gleicher Baugröße. Doch leider sind nicht alle Varianten miteinander kompatibel. In kleineren Geräten wie Handys oder auch Navigationsgeräten haben sich mittlerweile, wegen der starken Miniaturisierung die Mini- und Micro SD-Karte durchgesetzt. Für Fotografen ist aber die natürlich die originale SD-Karte interessanter. Wer noch mehr Informationen und Hintergrundwissen zum Thema SD-Karte lesen möchte wird in diesem Wikipedia-Artikel fündig.

Vor dem Kauf einer SD-Karte ist es wichtig zu wissen welchen SD-Standard meine Kamera eigentlich unterstützt! 

Gerade ältere Kameras können z.B. nur Karten bis zu einem Volumen von 2 Gb verwenden.

Es gibt 3 Arten von SD-Karten, die sich ausschließlich in ihrer Kapazität und Mindestgeschwindigkeit unterscheiden. Die Kategorien sind nur abwärts kompatibel:

  1. SD:      8 MB – 2 GB    (nur eine Geschwindigkeit)
  2. SDHC: 4 GB – 32 GB  (Mindestgeschwindigkeit der Karten: Class2 = 2MB/sec; Class4 = 4MB/sec, Class6 = 6MB/sec; Class10 = 10MB/sec)
  3. SDXC: 48 GB – 2 TB   (UHS-1 mit 50MB/sec und UHS-2 mit 156MB/sec)

Praktisch bedeutet das, dass eine Kamera, die nur die erste Generation von SD-Karten unterstützt, in den meisten Fällen keine SDHC oder SDXC-Karten verwenden kann. Also bringt es nichts immer die neuste und schnellste Karte zu erwerben, da die Kamera unter Umständen gar nicht damit umgehen kann. Leider steht in den meisten Fällen nirgends auf der Kamera, welcher Standard unterstützt wird. Da hilft nur ein Blick ins Handbuch oder auf die Seite des Herstellers. Eine SDHC ist aber verwendbar in einer Kamera mit SDXC Standart. Das Prinzip ähnelt dem USB-Standard.

Zusätzlich unterscheiden sich die einzelnen Karten nach ihrer Geschwindigkeit. Da kann man pauschal sagen: je schneller, desto teurer…oftmals bringt einem eine schnelle Karte aber in der Kamera gar nichts, da die Kamera gar nicht die volle Geschwindigkeit der Karte ausnutzen kann. Beim Auslesen am Rechner über einen modernen externen Kartenleser, vorzugsweise über USB3.0, bringt die schnellere Karte aber einen deutlichen Zeitgewinn.

Warum unterschiedliche Standards und Bezeichnungen?

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Bei den alten ersten SD-Karten Modellen gibt es nur eine Geschwindigkeit der Karten. Bei dem nachfolgenden Standard SDHC wurden verschiedene Mindestgeschwindigkeiten der Karten definiert, um eine bessere Abgrenzung der Karten zu ermöglichen.

Vor allem durch die gestiegene Megapixelzahl der Kameras – bei immer höheren Serienbildgeschwindigkeiten – wurden schnellere Karten notwendig. Angefangen bei Class2 Karten, welche mindestens 2 MB/sec übertragen müssen, bis hin zu Class10, welche mind. 10MB/sec übertragen müssen.

Als diese Differenzierung nicht mehr genug war, da die Karten immer schneller wurden, begannen die Hersteller damit eine Höchstgeschwindigkeit auf die Karten zu drucken. Heute findet man sehr gute Karten mit 30MB/Sec oder gar 100MB/sec. Keine Ahnung, warum die Hersteller damals das Class-System eingeführt haben…praktisch sollte man aber heute keine Karte mehr kaufen, die weniger als Class10 unterstützt. Die meisten modernen Kameras mit teilweise deutlich über 16MP benötigen auch sehr schnelle Karten – ansonsten wartet man ewig zwischen den einzelnen Aufnahmen. Ein Foto als RAW-Datei aufgenommen, aus einer aktuellen Einstiegskamera, ist z.B. locker 20MB groß. Da kann man schon erahnen, warum es so schnelle Karten benötigt.

Welches sind die schnellsten SD-Karten?

Quasi der Nachfolger des Class Einteilungssystem ist die UHS Klassifikation. Dieses Unterteilung ist noch relativ neu und besagt, dass eine Karte z.B. eine SanDisk Extreme Pro, welches meines Wissen die schnellste derzeit käufliche SD-Karte ist, mit UHS-1 mindestens 50MB/sec lesen und schreiben kann und eine Karte mit UHS-2 mindestens 156Mb/sec. Karten mit UHS-2 sind aktuell noch nicht verfügbar. Ab 2014 werden solche Karten erscheinen mit Übertragungsraten jenseits der 300MB/sec.

Diese hohen Geschwindigkeiten werden aktuell aber nur von den teuren Profimodellen wie einer Nikon D800 mit ihren riesigen Datenmengen auf Grund der 36MP oder einer Canon 5D Mark III ausgereizt.

Fazit:

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Die SD-Karte ist mittlerweile nicht mehr aus dem fotografischen Alltag weg zu denken und ist heute quasi der Standard bei Speicherkarten weltweit. Gerade in den letzten Jahren hat sich die Geschwindigkeit der Karten beschleunigt, so dass sie mittlerweile auch mit deutlich teureren CF-Karten konkurrieren können – und das bei einem günstigeren Preis!

Auch die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten sind nicht zu unterschätzen. Eine SD-Karte ist sowohl in der Kamera als auch im Navi oder im Autoradio nutzbar.

Großer Nachteil der SD-Karten ist aber die schlechte Bauart bedingte Mechanik. Ein Knicken der Karten ist leider sehr schnell möglich. Jeder, der sich schon einmal ausversehen auf eine SD-Karte gesetzt hat, weiß wovon ich rede. Eine CF-Karte ist da doch deutlich robuster gebaut. Andererseits sind SD-Karten in den letzten Jahren so günstig geworden, dass man nach einem Defekt unkompliziert und preisgünstig eine Neue erstehen kann.

Toll wäre wenn man in Zukunft schon am Speicherschacht der Kamera den jeweiligen unterstützen Standard erkennen könnte. Das würde einem so manchen Fehlkauf ersparen.

Vorteile:

  • ausgereifte Technik
  • weltweiter Standard
  • sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • vielfältiges Angebot, sowohl in der Größe als auch in der Geschwindigkeit
  • Abwärtskompatibel
  • lesbar in den meisten eingebauten Kartenlesegeräten

Nachteile:

  • verwirrende Modellbezeichnungen
  • mechanisch sehr anfällig
  • gerade billige Hersteller taugen nichts

 

Kaufempfehlung:

Ich kann nur zwei Hersteller guten Gewissens empfehlen: Sandisk und Lexar. Gerade die oft genannten Karten von Transcend kann ich leider nicht empfehlen. Mir ist eine 16GB Transcend Karte nach einem Jahr kaputt gegangen. Zum Glück ist es mir vor dem Shooting aufgefallen, die Karte hat nur noch ERROR in der Kamera angezeigt. Auch von einigen Kollegen hörte ich nichts Gutes von anderen No-Name-Herstellern. Außerdem ist der Aufpreis auf die Sandisk-Modelle oft sehr gering, so dass ich da überhaupt kein Risiko eingehen würde.

Man sollte regelmäßig seine Karten überprüfen und immer ein Backup der Fotos durchführen. Die Hersteller empfehlen auch die Karte immer in der Kamera zu formatieren damit keine Datenfehler entstehen. Wieso das so ist weiß ich nicht, aber ich mache es seit Jahren so.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte alle paar Jahre die Karte ersetzen. Nichts ist ärgerlicher als verlorene Urlaubsfotos auf Grund eines Kartendefekts.

SanDisk Extreme 8GB Class 10 Speicherkarte (30MB/sec)
Sandisk SDHC Extreme 16GB Speicherkarte (45MB/sec)
SanDisk Extreme Pro SDHC 32GB Speicherkarte (90MB/sec UHS-I)
Lexar SDHC 16GB Speicherkarte ( 60MB/sec UHS-I)
Lexar SDHC 16GB Speicherkarte (90MB/sec UHS-I)

Weitere Infos bei der offiziellen Herstellerseite SD Association.

Sucht ihr Informationen zu sämtlichen Wifi-Karten? Schaut mal auf auf der Seite von Geotagging vorbei. Da findet ihr einen ausführlichen Test aller erhältlichen Modelle!

Teil 02: CF-Karten folgt in den nächsten Wochen

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